Wissenswertes zu Katimun®

Katimun® ist ein zugelassenes Komplexhomöopathikum gegen Erkältungen, das von der Sophien-Arzneimittel GmbH hergestellt wird. Klicken Sie auf die folgenden Überschriften für weitere Informationen:

Geschichte

Katimun® wurde in den 1970er Jahren von erfahrenen Homöopathen in Zusammenarbeit mit einem Apotheker entwickelt. Die Entwickler waren von der Kraft des Medikaments überzeugt und gaben ihm den Namen Katimun – der Katalysator für das Immunsystem. „Katalysator“ ist ein allgemeiner Begriff für Dinge, die eine Reaktion erleichtern oder verbessern. Zum Beispiel werden in Automotoren Katalysatoren eingebaut, damit der Treibstoff vollständig verbrannt wird. Natürliche Katalysatoren sind zum Beispiel Enzyme, die im Darm Nahrung abbauen. Katimun® wiederum ist der Katalysator für das Immunsystem.

Im Jahr 2005 wurde die Marke Katimun® durch die Sophien-Arzneimittel GmbH übernommen. Im November 2005 wurde Katimun® vom BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn, www.bfarm.de) zugelassen mit der Indikation „bei Erkältungen“. Es ist auch zur frühen Anwendung (= bei einer „Erkältung im Anflug“) geeignet.

„Zugelassen“ – was bedeutet das?

Katimun® ist ein zugelassenes Homöopathikum, unterliegt also den gleichen strengen rechtlichen Regelungen wie schulmedizinische Medikamente.

Bei der Zulassung eines Arzneimittels prüft die zuständige Behörde (im Fall von Katimun® das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, www.bfarm.de) ein Medikament auf Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität.

Katimun® ist demnach

  • Wirksam
    Homöopathisches Komplexmittel, wirksam bei Erkältung
  • Unbedenklich
    Gilt im Rahmen der Homöopathie als sicher.
    Zusätzlich regelmäßige Stufenplanbeobachtungen!
  • Qualität gesichert
    Freigabespezifikationen
    Stabilitätsdaten und On-going-stability

Im Gegensatz dazu ist die überwiegende Mehrzahl anderer Homöopathika nicht wie schulmedizinische Medikamente zugelassen, sondern „nur“ registriert. Bei der Registrierung wird die Wirksamkeit nicht von einer Behörde bewertet. Deshalb dürfen bei registrierten Homöopathika keine Anwendungsgebiete auf der Packung oder in der Gebrauchsanweisung angegeben werden.

Die Wirksamkeit von Katimun® ist wissenschaftlich bestätigt

Im Jahr 2011 wurde erstmals ein Homöopathikum in einer wissenschaftlichen Anwendungsbeobachtung in Apotheken überprüft. In einer Nicht-interventionellen Studie (ehemals „Anwendungsbeobachtungsstudie“) wurden in 14 öffentlichen Apotheken im gesamten Bundesgebiet 64 Patienten zur Anwendung von Katimun® befragt. Ausgewertet wurde die Studie im Rahmen einer Dissertation der Universität Marburg.

Die Studie wurde in der Pharmazeutischen Zeitung veröffentlicht

Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie:

  • Zwei Drittel der Patienten mit Katimun® sehr zufrieden
  • Beschwerden bessern sich rasch: bei 11 % der Patienten nach einem Tag, bei weiteren 47 % der Patienten Besserung nach 2 bis 3 Tagen Einnahme
  • Zu den häufigsten Symptomen, bei denen Katimun® eingesetzt wurde, zählten Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen bzw. Heiserkeit und Husten.
  • Die Beschwerden wurden vor der Einnahme des Arzneimittels häufig als mittelschwer oder stark eingestuft. Nach Ende der Einnahme wiesen die überwiegende Mehrzahl der Patienten (84%) keine oder nur noch milde Symptome auf.

Wie wird Katimun® dosiert und angewendet?

  • Einzelgabe jeweils 5 Tropfen
  • Über Einnahmeintervall an Beschwerden angepasst:
  • Beschwerden hoch akut: alle 2 bis 10 Minuten eine Einzelgabe
  • Beschwerden akut: alle 30 bis 60 Minuten
  • Anders als in der klassischen Homöopathie ist keine Erstverschlimmerung zu erwarten.

Zusammensetzung von Katimun®

100 g Katimun® enthalten Urtinkturen von

  • Krauser Ampfer 0,20 g Urtinktur
  • Falscher Jasmin 0,03 g Urtinktur
  • Zaunrübe 1,20 g Urtinktur
  • Blauer Eisenhut 0,02 g Urtinktur
  • Wasserhanf 1,77 g Urtinktur

Diese Zusammensetzung von Katimun® ist einzigartig: Es gibt kein vergleichbares Komplexhomöopathikum auf dem deutschen Arzneimittelmarkt. Die Herstellung der fünf verwendeten Urtinkturen wird im Folgenden beschrieben.

Urtinkturen in Katimun®

Erfahren Sie auf den folgenden Seiten mehr zu den Urtinkturen in Katimun®:

Blauer Eisenhut – Aconitum napellus

Deutsche Bezeichnung:Blauer Eisenhut, Sturmhut.
Familie:Ranunculaceae
Vorkommen:Bergregionen Europas, Nordamerikas und Asiens.
Arzneigrundstoff:Frische, ganze Pflanzen zu Beginn der Blütezeit.
Herstellung:Vorschrift 2a und 7 (siehe unten)
D1: 2 Teile Urtinktur und 8 Teile Ethanol 43%, ab D2 mit Ethanol 43 %.
Potenzen:Urtinktur. D 6, D 8, D 12 und Hochpotenzen.
Darreichungsformen:Dilatationen, Globuli und Tabletten (Ampullen)
Hinweis:Vor Licht geschützt und vorsichtig lagern.
Wirkungsrichtung:Entzündliche Prozesse, fieberhafte Erkrankungen, peripheres Nervensystem, Herz, arterielles Gefäßsystem, weibliche Geschlechtsorgane

Monographie der Kommission D zu „Aconitum napellus“

Veröffentlichung im Bundesanzeiger Nr. 190 a vom 10.10.1985

Monographie: Aconitum napellus (Aconitum)

Bezeichnung des homöopathischen Arzneimittels: Aconitum napellus; Aconitum

Bestandteile des homöopathischen Arzneimittels: Entsprechende Zubereitung aus Aconitum napellus.

Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneibild. Dazu gehören: Hochakute entzündliche Erkrankungen; schmerzhafte Nervenerkrankungen; hochakute Herzsensationen mit Angstzuständen.

Gegenanzeigen: Nicht bekannt.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt. Hinweis: Es können so genannte Erstverschlimmerungen vorkommen, die jedoch ungefährlich sind.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Nicht bekannt.

Dosierung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet: Bei akuten Zuständen häufige Anwendung alle halbe bis ganze Stunde je 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml bis zu 3mal täglich; Salben 1 – 2mal täglich auftragen. Bei chronischen Verlaufsformen 1 – 3mal täglich 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml pro Tag; Salben 1 – 2mal täglich auftragen. Die Einzelhöchstdosis von Aconitum beträgt 0,0002 g. Die Tageshöchstdosis von Aconitum beträgt 0,0005 g.

Definition des Ausgangsmaterials: Aconitum napellus: nach HAB 1

Angaben über die Herstellung des homöopathischen Arzneimittels: nach HAB 1

Darreichungsformen: Flüssige Verdünnungen, Verreibungen, Tabletten, flüssige Verdünnungen zu Injektion; Streukügelchen ab D 2, Salben ab D 3

Anwendungsgebiete laut Aufbereitungsmonographie:

  • Hochakute entzündliche Erkrankungen
  • Schmerzhafte Nervenerkrankungen
  • Hochakute Nervensensationen mit Angstzuständen

Bewährte Indikationen

(nach Eisele et al, in alphabetischer Reihenfolge. Hervorgehoben sind Indikationen im Zusammenhang mit der Verwendung in Katimun®):

Angina pectoris, Augenentzündungen, Augenverletzungen, Bindehautentzündung, Blasenentzündung, Bronchitis, Brustdrüsenentzündung, Durchfall, Endokarditis, Geburtserleichterung, Halsschmerz, Heiserkeit, Nervöse Herzstörungen, Husten, Fieber, Grippaler Infekt, Ischalgie, Kollaps, Kopfschmerz, Lungenentzündung, Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündung, Neuralgie, Ohnmacht, Panik, Pseudokrupp, Rheumatismus, Röteln, Schnupfen, Schock, Schwindel, Sonnenstich, Trigeminusneuralgie, Unruhe

Quellen:

  • Homöopathie für Apotheker und Ärzte, Deutscher Apotheker Verlag, Band 2, 13. Aktualisierungslieferung 2010
  • Eisele et al: Homöopathie für die Kitteltasche. Indikations- und wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen. Deutscher Apotheker Verlag 2006, 3. Auflage

Herstellung und Eigenschaften der Urtinktur

  • Herstellung nach Vorschrift 1.1.3  der Monografie Ph. Eur. „Vorschriften zur Herstellung homöopathischer konzentrierter Zubereitungen zur Potenzierung, ehemals Vorschrift 2a HAB
  • Aconitum Urtinktur wird auf einen Alkaloidgehalt von 0,08 bis 0,16 % eingestellt
  • Farbe der Urtinktur: zunächst gelb-grün, später bräunlich-gelb
  • Die Urtinktur ist einschließlich D 3 verschreibungspflichtig

Zaunrübe – Bryonia cretica L. ssp. Dioica (JACQ.) Tutin und Bryonia alba L.

Deutsche Bezeichnung:Zaunrübe, Gichtrübe
Familie:Curcubitaceae
Vorkommen:Europa
Arzneigrundstoff:Frische, vor der Blütezeit geerntete Wurzel
Herstellung:analog Aconitum
Potenzen:Urtinktur, D 3, D 4, D 6, D 12, Hochpotenzen
Darreichungsformen:analog Aconitum
Hinweis:Vor Licht geschützt und vorsichtig lagern
Wirkungsrichtung:Grippaler Infekt, obere und untere Atemwege, Leber-, Galle- und Darmspeicheldrüse, Stütz- und Bewegungsapparat

Monographie der Kommission D zu „Bryonia cretica“

Veröffentlichung im Bundesanzeiger Nr. 190 a vom 10.10.1985 Berichtigung Nr. 16 vom 24.01.1989

Monographie: Bryonia cretica (Bryonia)

Bezeichnung des homöopathischen Arzneimittels: Bryonia cretica; Bryonia

Bestandteile des homöopathischen Arzneimittels: Entsprechende Zubereitung aus Bryonia cretica.

Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneibild. Dazu gehören: Akute Entzündung der Atemorgane, des Rippenfells, des Bauchfells, der Leber; akuter und chronischer Rheumatismus.

Gegenanzeigen: Nicht bekannt.

Nebenwirkungen: Für Urtinktur und 1. Dezimalverdünnung: Bei Kindern und empfindlichen Patienten können Reizerscheinungen im Magen-Darm-Kanal auftreten. Hinweis: Es können so genannte Erstverschlimmerungen vorkommen, die jedoch ungefährlich sind.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Nicht bekannt.

Dosierung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet: Bei akuten Zuständen häufige Anwendung alle halbe bis ganze Stunde je 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml bis zu 3mal täglich; Salben 1 – 2mal täglich auftragen. Bei chronischen Verlaufsformen 1 – 3mal täglich 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; Parenteral 1 – 2 ml pro Tag; Salben 1 – 2mal täglich auftragen. Hinweis: Die Urtinktur und die 1. Dezimalverdünnung mit etwas Flüssigkeit verdünnt einnehmen.

Definition des Ausgangsmaterials: Bryonia cretica: nach HAB 1

Angaben über die Herstellung des homöopathischen Arzneimittels: Nach HAB 1

Darreichungsformen: Urtinktur, flüssige Verdünnungen, Streukügelchen, Verreibungen, Tabletten, flüssige Verdünnungen zu Injektion, Salbe

Anwendungsgebiete laut Aufbereitungsmonographie:

  • Akute Entzündungen der Atemorgane, des Rippenfells, des Bauchfells, der Leber
  • Akuter und chronischer Rheumatismus

Bewährte Indikationen

(nach Eisele et al, in alphabetischer Reihenfolge. Hervorgehoben sind Indikationen im Zusammenhang mit der Verwendung in Katimun®):

Folgen von Ärger, Asthma, Bauchschmerzen, Blähungskoliken bei Säuglingen, Bronchitis, Brustdrüsenentzündungen, Durchfall, Durst, Dyspepsie, Ekzem, Gallenkolik, Gehirnerkrankungen, Gelenkschmerzen, Grippe, Hexenschuss, Husten, Grippaler Infekt, Ischialgie, Koliken, Kopfschmerz, Leberstörungen, Masern, Milchstau, Milchüberschuss, Myalgien, Nasenbluten, Nebenhöhlenentzündungen, Peritonitis, Pleuritis, Pneumonie, Rheumatismus, Schwangerschaftsbeschwerden, Schwindel, Stumpfe Verletzungen, Verstopfung, Zahnschmerz

Herstellung und Eigenschaften der Urtinktur

  • Herstellung der Urtinktur erfolgt nach Vorschrift 1.1.3 der Monografie Ph. Eur. „Vorschriften zur Herstellung homöopathischer konzentrierter Zubereitungen zur Potenzierung, ehemals Vorschrift 2 a HAB (analog Aconitum)
  • Aussehen der Urtinktur: blass- bis intensivgelb

Wasserhanf – Eupatorium perfoliatum L.

Deutsche Bezeichnung:Wasserhanf
Familie:Asteraceae
Vorkommen:Nordamerika
Arzneigrundstoff:Frische, oberirdische Teile zu Beginn der Blütezeit
Herstellung:Vorschrift 3a und 7 (siehe unten)
D 1: 3 Teile Urtinktur und 7 Teile Ethanol 62%, D 2 und D 3 mit Ethanol 62 %, ab D 4 mit Ethanol 43 %
Potenzen:Urtinktur. D 3, D 4, D 6, D 12.
Darreichungsformen:Dilatationen, Globuli und Tabletten (Ampullen)
Hinweis:Vor Licht geschützt lagern.
Wirkungsrichtung:Grippaler Infekt

Monographie der Kommission D zu „Eupatorium perfoliatum“

Veröffentlichung im Bundesanzeiger Nr. 217 a vom 22.11.1985

Monographie: Eupatorium perfoliatum

Bezeichnung des homöopathischen Arzneimittels: Eupatorium perfoliatum

Bestandteile des homöopathischen Arzneimittels: Entsprechende Zubereitung aus Eupatorium perfoliatum.

Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneibild. Dazu gehören: Grippe, grippeähnliche, fieberhafte Erkrankungen; fieberhafte Erkrankungen des Leber-Galle-Systems; Rheumatismus.

Gegenanzeigen: Nicht bekannt.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt. Hinweis: Es können so genannte Erstverschlimmerungen vorkommen, die jedoch ungefährlich sind.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Nicht bekannt.

Dosierung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet: Bei akuten Zuständen häufige Anwendung alle halbe bis ganze Stunde je 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml bis zu 3mal täglich. Bei chronischen Verlaufsformen 1 – 3mal täglich 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml pro Tag.

Definition des Ausgangsmaterials: Eupatorium perfoliatum: nach HAB 1

Angaben über die Herstellung des homöopathischen Arzneimittels: Nach HAB 1

Darreichungsformen: Urtinktur, flüssige Verdünnungen, Streukügelchen, Verreibungen, Tabletten, flüssige Verdünnungen zu Injektion

Anwendungsgebiete laut Aufbereitungsmonographie:

  • Grippe
  • Grippeähnliche fieberhafte Erkrankungen
  • Fieberhafte Erkrankungen des Leber-Galle-Systems
  • Rheumatismus

Bewährte Indikationen

(nach Eisele et al, in alphabetischer Reihenfolge. Hervorgehoben sind Indikationen im Zusammenhang mit der Verwendung in Katimun®):

Fieber mit auffallendem Zerschlagenheitsgefühl, Schmerzhaftigkeit im ganzen Körper, Knochen wie zerbrochen und zerschlagen, Schmerz ganz tiefsitzend, Grippaler Infekt mit klopfenden Kopfschmerzen, besser nach dem Aufstehen, Schmerzhaftigkeit der Augäpfel, Schnupfen mit Niesen, Heiserkeit und Husten mit Schmerzhaftigkeit im Brustkorb, muss ihn mit den Händen halten, Berstender Kopfschmerz beim Husten, Zunge gelb belegt, Großer Durst vor Schüttelfrost und Fieber, Verlangen nach kalten Getränken, Erbrechen nach dem Trinken, Erbrechen vor Galle, Wenig Schweiß, Ausgeprägte Periodizität

Quellen:

  • Homöopathie für Apotheker und Ärzte, Deutscher Apotheker Verlag, Band 2, 13. Aktualisierungslieferung 2010
  • Eisele et al: Homöopathie für die Kitteltasche. Indikations- und wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen. Deutscher Apotheker Verlag 2006, 3. Auflage

Herstellung und Eigenschaften der Urtinktur

  • Herstellung der Urtinktur nach Vorschrift 1.1.5 der Monografie Ph. Eur. „Vorschriften zur Herstellung homöopathischer konzentrierter Zubereitungen zur Potenzierung, ehemals Vorschrift 3a HAB

Falscher Jasmin – Gelsemium sempervirens

Deutsche Bezeichnung:Gelber oder Falscher Jasmin
Familie:Loganiaceae
Vorkommen:Nord- und Mittelamerika, Asien. Hierzulande Zierpflanze
Arzneigrundstoff:Frische, unterirdische Teile
Herstellung:Vorschrift 3a und 7
D1: 3 Teile Urtinktur und 7 Teile Ethanol 62%, D 2 und D 3 mit Ethanol 62 %, ab D 4 mit Ethanol 43%
Potenzen:Urtinktur. D 4, D 6, D 12 und Hochpotenzen.
Darreichungsformen:Dilatationen, Globuli und Tabletten (Ampullen)
Hinweis:Vor Licht geschützt und vorsichtig lagern.
Wirkungsrichtung:peripheres und zentrales Nervensystem, grippaler Infekt, obere und untere Atemwege, Herz, weibliche Geschlechtsorgane, Stütz- und Bewegungsapparat

Monographie der Kommission D zu „Gelsemium sempervirens“

Veröffentlichung im Bundesanzeiger Nr. 217 a vom 22.11.1985

Monographie: Gelsemium sempervirens (Gelsemium)

Bezeichnung des homöopathischen Arzneimittels: Gelesmium sempervirens; Gelsemium

Bestandteile des homöopathischen Arzneimittels: Entsprechende Zubereitung aus Gelsemium sempervirens.

Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneibild. Dazu gehören: Kopfschmerzen; nervöse Störungen; Infektionskrankheiten; Lähmungen und Krampfleiden.

Gegenanzeigen: Nicht bekannt.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt. Hinweis: Es können so genannte Erstverschlimmerungen vorkommen, die jedoch ungefährlich sind.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Nicht bekannt.

Dosierung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet: Bei akuten Zuständen häufige Anwendung alle halbe bis ganze Stunde je 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml bis zu 3mal täglich; Suppositorien 2 – 3mal täglich 1 Zäpfchen einführen. Bei chronischen Verlaufsformen 1 – 3mal täglich 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml pro Tag; Suppositorien 2 – 3mal täglich 1 Zäpfchen einführen.

Definition des Ausgangsmaterials: Gelsemium sempervirens: nach HAB 1

Angaben über die Herstellung des homöopathischen Arzneimittels: Nach HA

Darreichungsformen: Flüssige Verdünnungen ab D 4, Streukügelchen ab D 2, Verreibungen ab D 4, Tabletten ab D 4, flüssige Verdünnungen zur Injektion ab D 4, Suppositorien ab D 3

Anwendungsgebiete laut Aufbereitungsmonographie

  • Kopfschmerzen
  • Nervöse Störungen
  • Infektionskrankheiten
  • Lähmungen
  • Krampfleiden

Bewährte Indikationen

(nach Eisele et al, in alphabetischer Reihenfolge. Hervorgehoben sind Indikationen im Zusammenhang mit der Verwendung in Katimun®):

Angst, Bronchitis, Durchfall, Diplopie, Geistige, allgemeine Erschöpfung, Erwartungsspannung, Fieber, Geburtserleichterung, Grippaler Infekt, Heuschnupfen, Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerz, Lähmung, Lampenfieber, Laryngitis, Migräne, Nackenschmerzen, Neuralgie, Ptosis, Regelstörungen, Schlaflosigkeit, Schreck, Schwäche, Schwindel

Quellen:

  • Homöopathie für Apotheker und Ärzte, Deutscher Apotheker Verlag, Band 2, 13. Aktualisierungslieferung 2010
  • Eisele et al: Homöopathie für die Kitteltasche. Indikations- und wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen. Deutscher Apotheker Verlag 2006, 3. Auflage

Herstellung und Eigenschaften der Urtinktur

  • Herstellung Urtinktur aus der frischen Wurzel
  • Urtinktur und Verdünnungen werden nach Vorschrift  1.1.5  der Monografie Ph. Eur. „Vorschriften zur Herstellung homöopathischer konzentrierter Zubereitungen zur Potenzierung, ehemals Vorschrift 3a HAB, hergestellt
  • Die Urtinktur wird auf einen Alkaloidgehalt von 0,09 bis 0,15 % Alkaloide eingestellt
  • Aussehen der Urtinktur: goldgelb bis gelbbraun

Krauser Ampfer – Rumex crispus L.

Deutsche Bezeichnung:Krauser Ampfer
Familie:Polygonaceae
Vorkommen:Europa, Asien
Arzneigrundstoff:Frische, unterirdische Teile
Herstellung:Vorschrift 2a und 7 (siehe Aconitum)
D 1: 2 Teile Urtinktur und 8 Teile Ethanol 43%, ab D 2 mit Ethanol 43 %.
Potenzen:Urtinktur. D 3, D 4, D 6, D 12
Darreichungsformen:Dilatationen, Globuli und Tabletten (Ampullen) und Externum
Hinweis:Vor Licht geschützt lagern.
Wirkungsrichtung:Obere und untere Atemwege, Magen-Darm, Haut

Monographie der Kommission D zu „Rumex crispus“

Veröffentlichung im Bundesanzeiger Nr. 108 a vom 19.06.1986

Monographie: Rumex crispus (Rumex)

Bezeichnung des homöopathischen Arzneimittels: Rumex crispus; Rumex

Bestandteile des homöopathischen Arzneimittels: Entsprechende Zubereitung aus Rumex crispus.

Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneibild. Dazu gehören: Entzündung der Atemwege; Durchfall; juckende Hauterkrankungen.

Gegenanzeigen: Nicht bekannt.

Nebenwirkungen: Nicht bekannt. Hinweis: Es können so genannte Erstverschlimmerungen vorkommen, die jedoch ungefährlich sind.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Nicht bekannt.

Dosierung und Art der Anwendung: Soweit nicht anders verordnet: Bei akuten Zuständen häufige Anwendung alle halbe bis ganze Stunde je 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml bis zu 3mal täglich; Salben 1 – 2mal täglich auftragen. Bei chronischen Verlaufsformen 1 – 3mal täglich 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Streukügelchen oder 1 Messerspitze Verreibung einnehmen; parenteral 1 – 2 ml pro Tag; Salben 1 – 2mal täglich auftragen.

Definition des Ausgangsmaterials: Rumex crispus: nach HAB 1

Angaben über die Herstellung des homöopathischen Arzneimittels: Nach HAB 1

Darreichungsformen: Urtinktur, flüssige Verdünnungen, Streukügelchen, Verreibungen, Tabletten, flüssige Verdünnungen zu Injektion, Salben

Anwendungsgebiete laut Aufbereitungsmonographie

  • Entzündungen der Atemwege
  • Durchfall
  • Juckende Hauterkrankungen

Bewährte Indikationen

(nach Eisele et al, in alphabetischer Reihenfolge. Hervorgehoben sind Indikationen im Zusammenhang mit der Verwendung in Katimun®):

Blähsucht, Bronchitis, Durchfall, Chronische Gastritis, Hautausschläge, Husten, Kehlkopfkatarrh, Nesselsucht, Schnupfen

Quellen:

  • Homöopathie für Apotheker und Ärzte, Deutscher Apotheker Verlag, Band 2, 13. Aktualisierungslieferung 2010
  • Eisele et al: Homöopathie für die Kitteltasche. Indikations- und wirkstoffbezogene Beratungsempfehlungen. Deutscher Apotheker Verlag 2006, 3. Auflage

Herstellung und Eigenschaften der Urtinktur

  • Herstellung der Urtinktur aus den frischen unterirdischen Pflanzenteilen zum Ende der Vegetationsperiode
  • Herstellung der Urtinktur nach Vorschrift 1.1.3 der Monografie Ph. Eur. „Vorschriften zur Herstellung homöopathischer konzentrierter Zubereitungen zur Potenzierung, ehemals Vorschrift 2a
  • (analog Aconitum und Bryonia)
  • Aussehen der Urtinktur: gelbbraune bis rötlichbraune Flüssigkeit

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